Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu einer der ältesten und traditionsreichsten Behandlungsformen. Doch was bewirken diese wundervollen Tiere und wann werden sie eingesetzt?

Das Geheimnis der Wirkung liegt im Speichel der Egel, dem so genannten Hirudin, welches der Blutegel während des Saugens abgibt. Dieses Hirudin enthält mehr als 30 verschiedene Substanzen, die eine heilsame, äusserst langanhaltende und auch immer wieder verblüffende Wirkung haben:

- gerinnungshemmend/blutverdünnend/antithrombotisch

- schmerzlindernd

- entzündungshemmend

- Lymphfluss anregend

- Stoffwechsel fördernd

- Hormonsystem harmonisierend

- Immunabwehr steigernd

- Blutdruck senkend

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Somit ergibt sich auch ein breites Band von Indikationen für die Blutegeltherapie:

- Kopfschmerzen und Migräne

- immer wiederkehrende Entzündungen (z. B. im Ohr oder Hals etc)

- Rheuma/Arthritis/Gicht/Arthrose

- Tennisellbogen

- Sehnenscheidenentzündungen

- venöse Stauungen/Krampfadern/"schwere Beine"

- grossflächige Hämatome

- Menstruationsbeschwerden/Prämenstruelles Syndrom

- Wechseljahrbeschwerden

- Bluthochdruck

und noch viele mehr, die Liste ist schier unendlich. Diese Aufzählung deckt lediglich die Gängigsten ab.

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Die Kontraindikationen und Nachwirkungen einer Blutegeltherapie wird in einem persönlichen Gespräch ausführlich besprochen. Besteht eine grosse Abneigung gegenüber diesen Tieren kommt diese Therapieform nicht in Frage.

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Ist die Behandlung schmerzhaft?

In den ersten Minuten verspürt man ein brennendes resp. stechendes Gefühl, ähnlich wie bei einer Brennessel. Dies ist aber wie gesagt nur wenige Minuten nachdem der Blutegel begonnen hat zu saugen. Die restliche Dauer des Saugens (ca. 1 bis 3 Stunden) spürt man absolut nichts, kann sich entspannen und den Blutegel seine wunderbare und heilsame Arbeit verrichten lassen.