Schröpfen

Bei der Schröpftherapie wird mittels eines Hohlkörpers, der auf der Haut aufgesetzt wird, ein Unterdruck erzeugt. Dadurch werden diverse Strukturen positiv beeinflusst:

Wirkung auf die Muskeln

Die subkutanen Kapillargefässe werden stimuliert. Dadurch wird die Durchblutung in den Muskeln angeregt und gestautes Blut kann abgebaut werden. Bei starken muskulären Verspannungen kann die Wirkung der klassischen Massage in Kombination mit dem Schröpfen verstärkt werden.

Wirkung auf die Haut

Die Blutzirkulation wird gesteigert. Die Hauttemperatur erhöht sich. Die Funktion der Nährstoffzufuhr, der Schweiss- und Talgdrüsen wird verbessert, die Entgiftung der Haut angeregt und die Erneuerungsfähigkeit sowie die Widerstandskraft verbessert.

Wirkung auf die Gelenke

Das Gelenk wird besser durchblutet und die Gelenkflüssigkeit erhöht. Muskelverkrampfungen um das Gelenk werden aufgelöst. Schröpfen kann u. a. bei Gelenkrheuma grosse Linderung verschaffen.

Wirkung auf den Blutkreislauf

Durch das Schröpfen wird der Blutfluss der Arterien und Venen verbessert, dadurch ist es möglich Unterbrechungen im Blutfluss und Stauungen aufzulösen.

--Ich wende die Schröpftherapie als eine ergänzende Therapie ein, vorwiegend in Kombination

mit einer klassischen Massage oder in der Narbenbehandlung.--

Moxibustion

Die Moxa-Therapie ist ein bei uns noch nicht so verbreitetes, uraltes Heilverfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie wird auch Brenntherapie genannt, da brennendes Beifusskraut angewendet wird. Moxa wird gezielt und punktuell an Akupunkturpunkten oder wo der Hauptschmerz lokalisiert wird, angewendet. Grossflächig werden Hautareale über Gelenken und Reflexzonen innerer Organe behandelt. Eine gute Unterstützung bietet die Moxa-Therapie auch bei der Klassischen Massage oder der Narbenbehandlung.

Kann auch eine andere Wärmebehandlung gleiche Wirkung erzielen wie die Moxibustion?

Das Beifusskraut erzeugt beim Verbrennen eine gleichmässige Temperatur von ca. 600° und 

 eine ausserordentliche Infrarotwärme, welche deutlich tiefer ins Gewebe eindringt als herkömmliche Wärmeanwendungen mit zum Beispiel Wärmepflastern oder Traubenkernenkissen o. ä. Daher ist die Wirkung der Moxa-Therapie deutlich intensiver.

Wann kann die Moxa-Therapie angewendet werden?

Sie kann bei vielen Beschwerden ergänzend eingesetzt werden. Zum Beispiel bei

- Muskelverspannungen/Rückenschmerzen

- akuten Bauchschmerzen/Durchfall/Blähbauch

- Verkühlungen/kalten Extremitäten

- Insektenstichen

- und vieles mehr

Quelle: Skript HPS